26.05.2010

Pressebericht

Langes Warten auf Königin

Fast sechs Stunden dauerte das Königsschießen - Silke Gogrefe brachte Adler zu Fall

 

HELMARSHAUSEN. So lange hat Helmarshausen selten auf den neuen Schützenkönig ge­wartet, und so unerwartet ging das Schießen auch selten aus: Kurz nach elf Uhr begann am Montag das Königsschie­ßen, doch der Vogel wollte und wollte nicht fallen.,

Dabei begann der Adler, in der oberen Helmarshäuser Schützenhalle aufgehängt, schon nach etwa einer Stunde zu wackeln. „In zwanzig Minu­ten fällt er", schätzte Sport­wart Mike Dreßler, der das ge­fiederte Tier an einem Nagel befestigt hatte - und verschätz­te sich. Einige hundert Schuss - irgendwann wurde aufgehört zu zählen - und etwa fünfein­halb Stunden benötigten am Ende etwa ein Dutzend Königsanwärter, um den Adler zu Fall zu bringen.

Zur großen Überraschung brachte am Ende Silke Gogrefe - die am Anfang gar nicht mit geschossen hatte - den Vogel zu Fall und erlöste damit die wartenden Gäste von ihrer Anspannung. Die Entscheidung kam zwar Knall auf Fall, aber immerhin weiß die neue Königin, was im kommenden Jahr auf sie zukommt: denn auch im vergangenen Jahr schoss sie sich ungeahnt zur Schützenkönigin.

 


Üben für das nächste Jahr: Beim Schützenfestumzug ahnte Königin Silke Gogrefe mit ihrem Prinz Jens Stübecke noch nicht, dass sie auch 2011 in Helmarshausen regieren wird.

Einfacher hatte es Silke Gogrefe damals allerdings: 90 Schuss brauchte sie nur, um an diesem Pfingstwochen- ende als Schützenkönigin in Helmarshausen zu regieren. Und so war Königin Silke auch ganz schön nervös, als das Fest am Freitag mit einer Disko be­gann. Schließlich war sie im vergangenen Jahr noch orts­fremd und noch nicht einmal Vereinsmitglied. Nach zwei anstrengenden Tagen wollte Königin Silke am Montag dann „endlich feiern", meinte sie am Morgen, als der Früh­schoppen begann. Feiern konnte Königin Silke mit ih­rem Prinzgemahl Jens Stübecke denn auch, nur die Königswürde wurde sie eben nicht los. Ein weiteres Jahr werden die beiden nun den Helmarshäuser Schützenverein repräsentieren - was ihnen aber auch viel Spaß gemacht hat, wie sie bekundeten.

Zug durch die Altstadt

Kein Wunder: Zum Höhepunkt des Festes am Sonntag wurde das Königspaar mit den Rittern Matthias Kuhl und Nils Hochmuth von den Helmarshäuser Vereinen, Schützenvereine aus der Umgebung und den Spielmannszügen aus Herne, Hamm und Helmarshausen durch die Altstadt zur Schützenhalle geleitet. Dort gab es eine große Kaffeetafel und abends Musik und Tanz. Im kommenden Jahr haben die Helmarshäuser Gelegenheit, ihrer Königin noch einmal zuzujubeln.

 

Quelle: HNA 26.Mai 2010